Biografie war das nicht

Es ist nichts Heldenhaftes an dieser zerbrechlichen, schüchternen Frau, und in ihren Augen werden Sie nicht sofort die konzentrierte Besessenheit sehen, an die sich das Publikum als Arzt aus dem Film „Drei Schritte auf dem Boden“ erinnerte, den Hoffmann und Skuzhovsky bei den Festivalwachen gezeigt hatten.



„In diesem Jahr arbeiten Sie zehn Jahre lang im Kino“, sprach die Korrespondentin die polnische Schauspielerin Anna Chepelevskaya an. - An welche der Rollen, die im Laufe der Jahre gespielt wurden, haben Sie sich am meisten erinnert?



- Vielleicht drei ... Virginia aus "Drei Frauen" von Stanislav Ruzhevich, Malgozhat aus "Mutter von Johannes von den Engeln" von Jerzy Kavalerovich und natürlich Marta aus dem "Passagier" des verstorbenen Andrzej Munke. Und die Sache ist nicht nur, dass die Zusammenarbeit mit unseren besten Regisseuren eine großartige Schule war, viel wichtiger ist die Biografie, die diese Heldinnen zusammenbringt. Immerhin sind sie alle Gefangene, alle Gefangenen. Wissen Sie, in der Gruppe, die an Passenger arbeitete, gab es eine Frau, deren Geschichte der von Martha ähnelt. Und wenn sie über die Schrecken von Auschwitz sprach, kam es mir manchmal so vor, als hätte ich das alles schon vor langer Zeit erlebt. Aber ich erinnere mich nicht an den Krieg ...



"Sie haben von Mutter John über Malgojet gesprochen." Was haben diese mittelalterliche Geschichte und Ihre Heldinnen aus Konzentrationslagern gemeinsam?



- Malgozheta ist ebenfalls eine Gefangene, und die Mauern des Klosters haben sie vom Leben abgeschnitten, nicht weniger als Stacheldraht. Es verbindet sich mit Tselinka und Martha, dass sie alle danach streben, aus dem engen Kreis der Unmenschlichkeit auszubrechen. Sie wollen lieben und geliebt werden, aber die Umstände behindern sie ständig. Und diese Rollen liegen mir sehr am Herzen für diese Minuten stillen Kampfes, in denen die Gefangenen immer noch stärker sind als die Umstände ...



- Sie spielen selten in Filmen. Acht Rollen in zehn Jahren sind ziemlich viel ...



- Die Hauptsache für mich ist das Theater. Die Filmschauspielerin kann nicht wählen. Sie fordern eine Rolle - sie wird entfernt, sie rufen nicht an - sie wird nicht entfernt. Aber Theater ist Arbeit, es ist das Brot des Schauspielers ... Ich spiele Jenin in der "Drei-Penny-Oper" von Brecht, den Jungen Scylion in "Caligula" Camus, Iphigenia in "Iphigenia in Tauris" von Goethe, Sarah in "Ivanov" von Tschechow. Für diese Rolle erhielt ich übrigens eine Auszeichnung beim Festival russischer und sowjetischer Stücke ...



Und noch etwas, im Theater spiele ich alles. Es scheint mir, dass das Konzept der "Rolle" weit hergeholt ist. Der Schauspieler muss in der Lage sein, alles zu tun, er muss im Drama und in der Komödie arbeiten.



- Was sind deine kreativen Pläne?



"Noch nicht." Arbeit im Theater, vielleicht in einem Film im Fernsehen. Vor allem aber reisen. Das ist meine Leidenschaft. Leider schaffe ich es selten zu reisen. Daher sind zwei Wochen in Moskau besonders angenehm.



Wir verabschieden uns von Anna Chepelevskaya. Zum Abschied schreibt sie uns ihr Foto: "Herzliche Grüße an sowjetische Leser und Kinogänger." odessa.natashaescort.com







































©2018 TUI Cruises GmbH | ICS Festival Service GmbH

Webdesign by | Impressum | Datenschutz

de_DE
en_GB de_DE